Programminhalt 

Frühjahrstagung

20.-21. MÄRZ 2026

Integrale Projektplanung in der praktischen Umsetzung: „Kleehof“ Heidenheim

Freitag, 20.März

16:00 bis 16:45 Uhr

Vortrag:

In der heutigen Zeit ist die Schaffung von schnell verfügbarem und wirtschaftlich nachhaltigem Wohnraum eine dringende Notwendigkeit. Durch eine systematisierte und integrale Planung, basierend auf einem für den Holzbau optimierten Grundraster und unter Berücksichtigung aller relevanten Förderkriterien des Landes Baden-Württemberg, wird eine ressourcensparende, effiziente und vorgefertigte Bauweise ermöglicht. Dieser Ansatz ermöglicht effizient, nachhaltig – hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

„Bauen neu denken“

  • Kernproblem: Hohe Kosten, lange Planungs- und Genehmigungsverfahren, Qualitätsmängel; ausreichender, bezahlbarer Wohnraum als wichtiger Faktor.
  • Lösung: Integrierte Projektabwicklung (IPA) als Kernelement

Bei der Umsetzung des Bauvorhabens Kleehof in Heidenheim wird ein ganzheitlicher Ansatz der integrierten Projektplanung sichtbar – von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung. Das Beispiel Kleehof zeigt, wie Transparenz, frühe Zusammenarbeit agiler Bauteams und Prozessoptimierung zu höherer Qualität, schnellerer Realisierung und bezahlbaren Kosten zu neuem Wohnraum führen können.

Integrale Projektplanung als Leitprinzip IPA bedeutet, dass Planung, Beschaffung, Bauausführung und Betrieb in einem nahtlosen Prozess verknüpft sind. Alle Beteiligten arbeiten von Beginn an im gemeinsamen Team. Risiken werden minimiert, Transparenz geschaffen und der Weg zu Termintreue und Kostenkontrolle geebnet.

Die Planungs- und Prozesssteuerung im Bauteam wurde durch eine innovative digitale Herangehensweise geprägt. Das interdisziplinäre crossfunktionale Team aus Architektur, Fachplanung und Ausführung arbeitete eng zusammen, um das Projekt effizient und qualitativ hochwertig umzusetzen. Merz Objektbau verantwortete die architektonische Konzeption, während Schlosser Holzbau die technische Planung und Koordination der Holzbaugewerke übernahm.
Ein zentrales Element war ein durchgängiges BIM-Modell, das auf cadwork und dem Architekturmodell basierte. Darüber hinaus wurde das BIM-Modell (Building Information Modeling) mit dem ERP-System verknüpft. Diese Integration ermöglichte eine nahtlose Verbindung zwischen der digitalen Planung und den operativen Prozessen wie Materialbeschaffung, Ressourcenplanung und Kostenkontrolle. Das ERP-System lieferte Echtzeitdaten zu Beständen, Lieferzeiten und Budgetständen.

 

VITA: Florian Eitel

Florian Eitel, Mitglied der Geschäftsleitung Schlosser Holzbau, Ausbildung zum Zimmerer, Bauingenieurstudium Hochschule für Technik Stuttgart